Was bewirkt Hatha-Yoga bei COPD-Patienten?

PUBLISHED 17 Feb 2017
HITS Read 1691 times MODIFIED Last modified on Friday, 17 February 2017 16:57

Die am häufigsten angewandte Yoga-Form im westlichen Kulturkreis ist das Hatha-Yoga. Dessen Wirkung auf die funktionelle Kapazität, Lungenfunktion und Lebensqualität bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) untersuchten nun schwedische Wissenschaftler.

Dazu randomisierten sie 36 COPD-Patienten (24 Frauen; Altersmedian 64 Jahre, 40 bis 84 Jahre alt) in eine Yogagruppe (n = 19) und eine konventionelle Therapiegruppe (n = 17). Die Patienten übten zwölf Wochen lang maximal zweimal wöchentlich für 60 bis 70 Minuten. Die konventionelle Physiotherapie umfasste Kraft- und Ausdauerübungen bei 70 Prozent der Maximalkraft und zehn bis 15 Minuten Fahrradergometertraining (Belastungsniveau auf der Borg-Skala 12 bis 14; 50 bis 60 Umdrehungen pro Minute).

Ausschlusskriterien waren schwerwiegende neurologische, orthopädische oder rheumatische Erkrankungen, Gehfähigkeit weniger als 200 Meter, Operationen in den letzten sechs Monaten, starke mentale Beeinträchtigungen, eingeschränkte Mobilität, schwere chronische Krankheitszustände, Herzinfarkt im letzten Jahr und Medikamentenumstellung in den letzten sechs Wochen. Vor der Intervention sowie nach drei und sechs Monaten wurden folgende Parameter überprüft:

  1. funktionelle Kapazität (Sechs-Minuten-Gehtest)
  2. Lungenfunktion (Spirometrie)
  3. Atemmuskelkraft (Mundverschlussdruckmessung)
  4. pulsoxymetrisch gemessene Sauerstoffsättigung (SpO2)
  5. Atemnot (Borg)
  6. Atemfrequenz
  7. gesundheitsbezogene Lebensqualität (CRQ)

Beide Übungsgruppen konnten nach zwölf Wochen im Sechs-Minuten-Gehtest ihre Wegstrecke vergrößern und erlangten mehr Lebensqualität. Die konventionelle Übungsgruppe zeigte gegenüber der Yogagruppe jedoch signifikante Verbesserungen in den Domänen “Fatigue” und “Emotionen” des CRQ. In der Yogagruppe verringerte sich die Atemfrequenz und vergrößerte sich die pulsoxymetrisch gemessene Sauerstoffsättigung, während sich in der anderen Gruppe auch Lungenfunktion und Atemmuskelkraft verbesserten. Zum weiteren Messzeitpunkt nach sechs Monaten wies nur die konventionelle Übungsgruppe gesundheitliche Verbesserungen hinsichtlich funktioneller Kapazität, diastolischem Blutdruck und höherer Lebensqualität (Emotionen) auf.

Die Autoren schlussfolgern, dass Hatha-Yoga als alternative Maßnahme bei COPD-Patienten angewendet werden kann.

Dieser Artikel stammt von www.physiotherapeuten.de

Quelle: Papp ME, et al. 2016. Effects of yogic exercises on functional capacity, lung function and quality of life in participants with obstructive pulmonary disease: a randomized controlled study. Eur. J. Phys. Rehabil. Med. Nov 10. [Epub ahead of print] Volltext frei

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